Ingvo Clauder

Aktive und passive Internetbenutzung

Wer bekommt nicht tagtäglich mindestens einen Newsletter, der ungewollt ist, der nicht mehr gewollt ist oder der sogar schon einmal abbestellt worden ist. Spätestens als ich letztlich einen Newsletter verschickt und wegen Serverproblemen Mehrfachsendungen verursacht habe, habe ich gemerkt, dass der Spam-Faktor eines Newsletters den Inhalt-Faktor bei weitem übersteigt.
Im Grunde geht es um die Frage: Bringt es mehr Netzqualität, wenn die Netznutzenden sich ihre Informations- und Unterhaltungswelt selber aktiv zusammenstellen oder wenn sie einfach nur die auf sie einstürmenden Daten ungefiltert ertragen. Bin ich als Nutzer Moderator oder ausgelieferter Konsument. Oder moderiere ich als praxisnahen Kompromiss zumindest den Kreis der Moderatoren, dem ich vertraue. Man kann entgegenhalten, dass der Newsletter ja gerade eine Form der Filterung ist, dass ich mich in die Listen eintrage, von denen ich Newsletter erhalten möchte. Aber die Praxis zeigt, dass die Verknüpfung von News und E-Mailadresse wuchernde Folgen haben kann.
Für mich habe ich die Entscheidung getroffen, das aktive Gegenüber anzusprechen. Das bedeutet, wenn sich jemand für Inhalte und Kunst, die ich nach aussen gebe, interessiert, freue ich mich. Ich werde aber nicht versuchen, Menschen meine Ego-Welt überzustülpen oder wie ein Marktschreier (nichts gegen Marktschreier, da gibt es sicher auch ganz intensive, schauspieltalentierte und erquickliche Erscheinungen), meine Inhalte unter die Massen zu werfen. Die einfache Konsequenz aus diesen Gedanken: Neuigkeiten von und über ingvo gibt es über einen RSS-Feed.

Hier der Link zum ingvo-feed

Ein gutes RSS-Programm für Mac OSX ist das Programm Vienna

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2008-08-31